Biografie Deutsch

Die in Madrid geborene Sopranistin Natalia Labourdette umfasst ein Repertoire vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik. In der Spielzeit 2026/27 wird sie die Rollen der Gilda (Rigoletto) am Aalto-Musiktheater Essen und der Despina (Così fan tutte) am Teatro Campoamor in Oviedo verkörpern. Darüber hinaus wird sie in Hauptrollen in The Golden Dragon von Peter Eötvös an der Ópera de Tenerife zu erleben sein sowie in zwei Uraufführungen: Las trece rosas rojas von Cecilia Bercovich am Teatro de la Zarzuela und Bodas de Sangre von Manuel Busto am Teatro de la Maestranza. 

Zu ihrem Repertoire gehören unter anderem die Rollen der Gilda (Rigoletto), Cunegonde (Candide), Gretel (Hänsel und Gretel), Susanna (Le nozze di Figaro), Despina (Così fan tutte), Pamina (Die Zauberflöte), Erste Dame (Die Zauberflöte), Zerlina (Don Giovanni), Norina (Don Pasquale), Oscar (Un ballo in maschera), Nannetta (Falstaff), Rosina (Il barbiere di Siviglia), Corinna (Il viaggio a Reims), Le Feu / La Princesse / Le Rossignol (L'enfant et les Sortilèges), Ännchen (Der Freischütz), Anna Reich (Die lustigen Weiber von Windsor), Clorinda (La Cenerentola), Charlotte (Der Diktator), Bubikopf (Der Kaiser von Atlantis), Eurydice (Orphée), Frasquita (Carmen), Second Niece (Peter Grimes) sowie Valletto (L'incoronazione di Poppea). 

Außerhalb des Standardrepertoires hat sie zahlreiche Uraufführungen zeitgenössischer Opern gesungen, darunter Tejas Verdes von Jesús Torres am Teatro Real in Madrid (2025), Don Juan no existe von Helena Cánovas beim Festival Castell de Peralada (2024), La Mujer Tigre von Manuel Busto am Teatro de la Maestranza in Sevilla (2022) sowie Lieder von Vertreibung und Nimmerwiederkehr von Bernhard Gander bei der Münchener Biennale und an der Deutschen Oper Berlin (2022). 

Sie wirkte an der historischen Wiederentdeckung der Intermezzi Grilletta e Porsugnacco von J. A. Hasse bei der Fundación Juan March in Madrid (2023), an der Oper Didone abbandonata von B. Galuppi (2025) sowie am Oratorium La colpa, il pentimento, la grazia von A. Scarlatti (2026) im Rahmen des Zyklus "Universo Barroco" am Centro Nacional de Difusión Musical mit. 

Seit ihrem Debüt 2016 gastierte Natalia an Häusern wie der Royal Ballet and Opera London, dem Teatro Real in Madrid, Gran Teatre del Liceu in Barcelona, Festival Castell de Peralada, Teatro de la Maestranza in Sevilla, Ópera de Tenerife, Deutsche Oper Berlin, Oper Leipzig, Theater Dortmund, Aalto-Musiktheater Essen, Teatro dell'Opera di Roma, Teatro Dante Alighieri in Ravenna, Teatro Comunale in Ferrara und Teatro Municipale in Piacenza. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Jordi Savall, Jakub Hrůša, Ivor Bolton, Riccardo Frizza, Corrado Rovaris, Michele Mariotti, Iván López-Reynoso, Nicola Luisotti, Elda Laro, Pedro Halffter, Donato Renzetti, Miquel Ortega, Jordi Francés, Andrea Sanguineti, Tommaso Turchetta und Patrick Hahn sowie mit Regisseuren wie Deborah Warner, Emilio Sagi, Calixto Bieito, Bárbara Lluch, Stefan Herheim, Rafael R. Villalobos, David McVicar, Leo Nucci, Marco Gandini, Michał Znaniecki, Frank Hilbrich und Nikolaus Habjan. 

Sie ist regelmäßig bei Lied- und Konzertgesangsfestivals zu Gast, unter anderem beim LIFE Victoria Barcelona (2017, 2018, 2023) und den Schubertiaden von Vilabertrán (2018), Valdegovía (2019) und Barcelona (2020). 2022 veröffentlichte sie ihre erste CD in diesem Genre, petite MORT, zusammen mit der Pianistin Victoria Guerrero bei GENUIN Classics. Das Projekt wurde 2023 im Rahmen des Lied-Zyklus des Teatro Arriaga in Bilbao vorgestellt.

Seit 2021 ist sie Teil des Projekts L’Andalousie au cœur, einer Wiederentdeckung der spanischsprachigen Werke von Pauline Viardot, zusammen mit der Mezzosopranistin Helena Ressurreição und dem Pianisten Francisco Soriano. Das Projekt wurde in der Opéra Comique Paris, der Fundación Juan March Madrid und beim Festival de Música Española de Cádiz präsentiert und 2023 als CD beim Label Odradek veröffentlicht.

Kürzlich erschien ihre dritte CD bei IBS Classical: Tomás Bretón: Songs & Piano Trios, mit der Pianistin Victoria Guerrero, dem Geiger Carles Civera und dem Cellisten Alejandro Olóriz. Mit diesem Projekt wird sie in der Spielzeit 2026/27 auf Tournee gehen und unter anderem im Espacio Turina in Sevilla, im Auditorio Manuel de Falla in Granada und im Teatro Villamarta in Jerez auftreten. 

Auch im sinfonischen Bereich ist sie tätig und hat mit Orchestern wie dem RTVE-Sinfonieorchester, dem Orquesta Ciudad de Granada, dem Real Orquesta Sinfónica de Sevilla, dem Orquesta de Córdoba, der Real Filharmonia de Galicia und dem Zahir Ensemble gearbeitet. Ihr Repertoire umfasst unter anderem Sieben frühe Lieder (A. Berg), Les Illuminations (B. Britten), Cantata para América Mágica (A. Ginastera), Missa Solemnis (W. A. Mozart), Psalm 150 (A. Bruckner), Petite Messe Solennelle (G. Rossini), Symphonie Nr. 2 (G. Mahler), Messe Nr. 3 (F. Schubert) und Requiem (G. Fauré).

Bei den Preisen der Katalanischen Opernkritik (Spielzeit 2022/23) erhielt sie den Preis "Nachwuchssängerin" für ihre Darstellung des Valletto in L’incoronazione di Poppea am Gran Teatre del Liceu (Juli 2023). Sie gewann zahlreiche Preise, unter anderem den Ersten Preis beim IV Concurso Internacional de Canto “Compostela Lírica” (2021), den Ersten Preis und den Publikumspreis beim XIV Certamen Nuevas Voces de Sevilla (2017), den Zweiten Preis beim Concurso Internacional de Canto Ciudad de Logroño (2016) sowie den CIA Opera São Paulo Preis beim Concurso Internacional Riccardo Zandonai (2016). 2015 erhielt sie zudem den Ersten Preis beim Concurso Permanente de Juventudes Musicales de España und das Bayreuth-Stipendium des Wagner-Verbandes Berlin-Brandenburg.

Natalia studierte Violine in ihrer Heimatstadt Madrid und Gesang an der Universität der Künste Berlin bei Professor Enrico Facini. In der Spielzeit 2025/26 war sie festes Ensemblemitglied am Aalto-Musiktheater Essen. Zuvor war sie in den Spielzeiten 2023/24 und 2024/25 Mitglied des Opernstudios Nordrhein-Westfalen. Darüber hinaus besuchte sie Meisterkurse unter anderem bei Dolora Zajick, Helen Donath, Edith Wiens, Umberto Finazzi und Nicola Beller Carbone.